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TECHNISCHE TIPPS ZUM ETX
Letzte Aktualisierung: 24. Februar 2001

ERHÖHUNG DER LEISTUNG - SO BEKOMMEN SIE DAS PERFEKTE "GO TO" ETX ODER LX 90 - Teil 3

Von: sherrodc@ipa.net (Clay Sherrod)

ERHÖHUNG DER LEISTUNG - SO BEKOMMEN SIE DAS PERFEKTE "GO TO" ETX ODER LX 90
TEIL 3 - Antriebstraining und Ausrichtung am Himmel

Die Verbesserung Ihres ETX oder LX90 ist jetzt größtenteils komplett, was das Teleskop angeht. Sie haben die mechanischen Mängel beseitigt und Sie haben die Abfolge für Download/Reset/Initialisierung eingehalten, was Sie nun zum ANTRIEBSTRAINING führt.

Von diesem Punkt an ist die Frage, wie erfolgreich Sie am Himmel mit der Suche und Verfolgung von Objekten sind GANZ ALLEIN IHNEN ÜBERLASSEN! Sie sind jetzt am Ruder...alle Fehler, die von nun an auftauchen, haken wir ab unter "menschliches Versagen".

Für diesen abschließenden Teil möchte ich Ihnen erläutern, wie man den ANTRIEB möglichst exakt TRAINIERT und wie die AUSGANGSPOSITION im Alt-Azimut-Betrieb sowie im polaren Betrieb aussieht; obwohl dazu sowohl auf dieser Seite als auch im Handbuch von Meade einiges gesagt wird, gibt es dennoch einige Richtlinien und hilfreiche Hinweise, wie man es noch besser machen kann. Schließlich wollen wir nichts anderes als PERFEKTION.

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TRAINING DES ETX-/LX 90-ANTRIEBS -

WICHTIG! Sie sollten die Antriebe immer in der Konfiguration trainieren, in der Sie sie auch MEISTENS zu betreiben beabsichtigen, egal ob das nun in azimutaler oder parallaktischer Ausrichtung ist. Wie Sie in Abb. 2-c im vorigen Abschitt sehen, müssen Sie dazu zuerst den Punkt TELESKOP/MONTIERUNG anfahren und entweder "Alt-Az" oder "parallaktisch" auswählen. Drücken Sie "Enter" und SCROLLEN SIE danach herunter zu "Antriebstraining". Dadurch verbessern Sie die letztendlich erreichte Genauigkeit beider Antriebe beim Nachführen/Schwenken.

1) Bevor Sie das Teleskop initialisieren, um den Antrieb zu trainieren, stellen Sie sicher, dass alle Klemmungen fest sitzen, damit das Teleskop und seine Motoren während des gesamten Vorgangs optimal zusammenarbeiten; wenn die Klemmungen nicht voll greifen, bedeutet dass, dass der AutoStar die später zu erwartende Bewegung nicht korrekt vorausberechnen kann und damit gleichfalls ein unzureichendes Antriebstraining.

2) IN BEIDEN AUFSTELLUNGEN IST BEIM TRAINING EBENFALLS ZU BEACHTEN - dass Sie das ausgewählte Objekt (ein entferntes, erhöhtes terrestrisches Objekt für das parallaktische Training am Tage [Abb. 3-B] und den Nordstern POLARIS für das nächtliche ALT-AZIMUT-Training [Abb. 3-A]) erst mit der KLEINSTEN Vergrößerung aufsuchen und zentrieren sollten; erhöhen Sie nach und nach die Vergrößerung bis sie bei der HÖCHSTMÖGLICHEN angekommen sind und zentrieren Sie dabei immer das Objekt exakt. Ein Fadenkreuzokular ist von großem Nutzen beim Training, aber nicht zwingend notwendig.

3) DENKEN SIE beim Trainieren des AutoStar daran, dass dieser das Teleskop ZUERST in zwei entgegengesetzte AZIMUT-Richtungen schwenkt und die Pfeiltaste anzeigt, mit deren Hilfe sich das Objekt wieder zentrieren lässt...VERSICHERN SIE SICH, dass Sie die NIEDRIGSTE SINNVOLLE Schwenkgeschwindigkeit einstellen ("2", falls möglich) um das Objekt wieder in die Mitte zu bringen. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass sie NUR EINE CHANCE bekommen, das zu tun...wenn Sie über das Ziel hinausschießen, können Sie im Trainingsmodus NICHT MEHR ZURÜCKFAHREN!

4) Ein von vielen, mit denen ich gesprochen habe, gemachter Fehler besteht darin, das Azitmuth-Training ZWEIMAL AUSZUFÜHREN. Das kann leicht passieren, und oftmals ist es auch der Gründe für das merkwürdige Verhalten des AutoStar, das zuweilen auftritt. So funktioniert es und so denkt man daran, das Azimut-Training NICHT zweimal zu machen:

a) wenn Sie zu "Teleskop/Antriebstraining" scrollen und Enter drücken, werden Anweisungen zur Vorgehensweise angezeigt... DRÜCKEN SIE ENTER;

b) als erstes wird der Punkt "Az. Training" aufleuchten, folgen Sie den Anweisungen und drücken Sie dann ein letztes Mal "Enter", worauf das Teleskop in eine Azimut-Richtung schwenken wird und sie auffordert, das Objekt wieder zu zentrieren; tun Sie das und drücken sie wieder "Enter";

c) jetzt fährt das Teleskop in die entgegengesetzte Richtung, stoppt erneut und fordert Sie zum Zentrieren auf; wieder zentrieren Sie und drücken Enter;

d) AN DIESER STELLE machen viele Leute dann leicht Fehler! Wenn Sie nach der zweiten Azimut-Zentrierung Enter drücken, anstatt ZUM NÄCHSTEN TEIL DER PROZEDUR HERUNTERZUSCROLLEN (was das HÖHEN-Training wäre), leuchtet wieder "Az Training" auf wie vorher auch; wenn Sie hastig "Enter" drücken, trainieren Sie NOCH EINMAL in Azimut, und nicht, wie Sie es eigentlich SOLLTEN, die HÖHEN-ACHSE!

e) wenn also die Anzeige "AZ-Training" wieder aufleuchtet, NACHDEM Sie den Punkt erledigt haben, benutzen sie die Pfeiltasten um zum Höhen-Training HERUNTERZUSCROLLEN und drücken Sie Enter; wieder wird das Teleskop in eine Richtung schwenken und Sie auffordern, das Objekt zu zentrieren und das ganze dann in der Gegenrichtung wiederholen.

Sie wären überrascht, wie viele ETX- und LX90-Besitzer ein doppeltes Azimut-Training durchgeführt haben, aber KEINES in der Höhenachse, und das lediglich wegen dieser irreführenden Anzeige!

5) WICHTIG - BEVOR SIE MIT DEM TRAINING LOSLEGEN, stellen Sie unter "Setup/Teleskop/Montierung" entweder "ALT-AZ" oder "parallaktisch" ein, je nachdem, welchen Modus Sie zum Beobachten zu nutzen beabsichtigen, indem Sie Enter drücken, wenn der betreffende Modus in der OBEREN Zeile des AutoStar erscheint.

Jetzt sind Sie soweit, die Motoren in der richtigen Aufstellung trainieren zu können (also entweder parallaktisch oder Alt-Azimut), was ein eminent wichtiger Vorgang ist und erheblich dabei hilft, die elektronischen Fähigkeiten Ihres Teleskops zu optimieren. Wenn Sie NICHT genau und überlegt trainieren, können Sie nicht vom ETX/LX 90 erwarten, dass es die von Meade versprochene Leistung bringen wird (was es aber durchaus tut, wenn alles sorgfältig vorbereitet wurde!).

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TRAINING IM ALT-AZIMUTH-BETRIEB-

Das Training im Alt-Azimut-Modus kann genauer sein, als das im parallaktischen Betrieb, obwohl meiner Meinung nach die Nachführungs- und Schwenkgenauigkeit im parallaktischen Betrieb erheblich größer ist. WIE DEM AUCH SEI, denken Sie daran, dass Sie auch im PARALLAKTISCHEN MODUS TRAINIEREN, wenn Sie diesen Modus nutzen wollen!

In der Alt-Azimut-Aufstellung ist das Training sehr genau und erheblich einfacher, weil man den Polarstern aus mehreren Gründen als Trainingsobjekt nutzen kann (WICHTIG: BENUTZEN SIE DEN POLARSTERN NIEMALS FÜR DAS TRAINING IM PARALLAKTISCHEN BETRIEB...NEHMEN SIE DAZU EIN ENTFERNTES, ERHÖHTES OBJEKT!)

1) Polaris steht für die übliche Trainingsdauer ziemlich fest an seiner Position und ist damit ein ideales Ziel für extrem hohe Vergrößerungen;

2) Er stellt eine Punktquelle dar, ist also extrem klein, wodurch es einfacher ist, ihn zu zentrieren;

3) Sie müssen den Tubus während des Trainings auf ein erhöhtes Objekt richten, weil sie dem Teleskop einen gewissen Spielraum für die Höhenbewegung geben müssen, und Polaris steht um den BETRAG IHRES BREITENGRADES über dem Horizont; höher wird wohl kaum ein Landobjekt in sinnvoller Entfernung stehen;

4) Landobjekte neigen bei hohen Vergrößerungen und kleinen Höhen über dem Horizont zum verschwimmen; dadurch entsteht ein verzerrtes und vages Bild des winzigen Details, das Sie jedesmal zentrieren müssen (z.B. ein Isolator an einem entfernten Strommast).

ETX tuneup

Abb. 3-A zeigt Ihnen ganz exakt die Position, in die Ihr ETX oder LX90 für das Training gebracht werden muss; dies ist aber NICHT die "Grundposition". Machen Sie sich damit vertraut und lassen Sie sich Zeit...führen Sie das Training unter Beachtung aller oben aufgeführten Punkte durch, dann werden Sie bei der exakten Erkennung der Eigenheiten Ihres Antriebs durch den AutoStar erfolgreich sein. Das Ergebnis wird der Mühe und Zeit wert sein.

TRAINING IM PARALLAKTISCHEN BETRIEB -

Das polare Training sollte aus Gründen der Praktikabilität und Einfachheit immer am Tage stattfinden; benutzen Sie NIEMALS den Polarstern wie beim Alt-Azimut-Training, da dann das HÖHENTRAINING nur mit einer kaum wahrnehmbaren Bewegung stattfinden würde und somit ein SEHR schlechtes Training in dieser Achse die Folge wäre.

Abb. 3-B zeigt die richtige Ausrichtung für das Training im PARALLAKTISCHEN MODUS. Sie werden vielleicht nicht die Höhe erreichen, die in dieser Zeichnung gezeigt wird, aber sicher ein geeignetes Objekt, das etwas tiefer angesiedelt ist.

ETX tuneup

Außer der Tageszeit und der Teleskopausrichtung gibt es kaum einen Unterschied zwischen dem Training im polaren oder Alt-Az-Betrieb. DENKEN SIE ABER DARAN, den AutoStar VOR dem Antriebstraining auf die parallaktische Ausrichtung einzustellen (die Standardeinstellung ist Alt-Az und muss erst umgestellt werden), wenn Sie im parallaktischen Modus trainieren und beobachten wollen.

WICHTIGER HINWEIS: Es scheint, als würde in den neuesten Versionen des AutoStar die Einstellung "parallaktisch" für die Montierungsart NICHT dauerhaft gespeichert, wenn man nach dem aller ersten Setup später ein neues Datum eingibt; mit anderen Worten: wenn Sie etwa "12. Mai" als Datum eingäben und dann die Montierung auf "parallaktisch" einstellten, würde "parallaktisch" auch als die Montierung Ihrer Wahl gespeichert. WENN SIE ABER nun das Datum des folgenden (oder irgend eines späteren) Tages eingeben, setzt der AutoStar die Montierung automatisch auf "Alt-Az" ZURÜCK. Darum ist es ein von vielen ETX-Besitzern häufig gemachter und SCHWERER Fehler, nicht vor jeder Beobachtungsnacht zu ÜBERPRÜFEN, welche Montierung im Menü eingestellt ist...machen Sie es sich daher zur Gewohnheit, dies VOR jeder Ausrichtung noch einmal zu tun!

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WARTUNG UND ERNEUTES TRAINING -

Wenn Ihr Training abgeschlossen ist (sollten Sie NICHT mit dem Ergebnis zufrieden sein, MACHEN SIE ES NOCH EINMAL...drücken Sie einfach "Reset" im Menü "Teleskop" und beginnen Sie von vorn! sollte ein erneutes Training nicht nötig sein (immer zuerst den Reset ausführen!), außer wenn:

1) Sie neue Daten/Firmware/Ephemeriden vom PC auf den AutoStar aufspielen;
2) Ihr AutoStar einen Fehler aufgewiesen hat und Sie ihn neu booten müssen;
3) Sie den AutoStar an ein ANDERES Teleskop als das angeschlossen haben, an dem ertrainiert wurde, oder wenn Sie die AUTOSTARS ausgetauscht haben um einen zu verwenden, der nicht zum derzeitigen Teleskop passt; und
4) Das Aufsuchen von Objekten oder die Nachführung so weit daneben liegen, dass Sie routinemäßig einen "Reset" ausführen mit einem neuen Training noch einmal alles neu einstellen wollen.

Sollte ein "Motorfehler" oder irgend ein merkwürdiges Verhalten der Motoren auftreten, versuchen Sie zu allererst die "Motorkalibrierung" BEVOR Sie noch einmal den Aufwand eines peinlich genauen Antriebstrainings betreiben. Die Motorkalibrierung erlaubt eine schnelle "Synchronisierung" der Motoren, wodurch ein erneutes Antriebstraining evtl. überflüssig ist.

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Antriebstraining:

1) SIE MÜSSEN NICHT noch einmal trainieren, wenn Sie den Beobachtungsort wechseln. SOLLTEN SIE ABER an verschiedenen Orten beobachten, die im AutoStar mit der genauen Länge und Breite gespeichert sind (bis zu 5), DENKEN SIE DARAN den richtigen Ort vor der Einrichtung des Geräts einzustellen, um dem GO TO ein optimales Funktionieren zu ermöglichen!

2) Wenn Sie IRGEND EINE Arbeit am Antrieb oder den Klemmungen ausgeführt haben (und sei es nur das Entfetten - Teil 1), JA, dann müssen Sie jedesmal den Antrieb neu trainieren;

3) Wenn Sie einen AutoStar, der Ihre eigene Antriebseinstellung enthält, auf einen anderen AutoStar KLONEN, MUSS der Klon an dem Teleskop neu trainiert werden, an dem er eingesetzt werden soll. Sollte der zweite AutoStar am GLEICHEN Teleskop verwendet werden, entfällt das erneute Training.

4) Wie oben gesagt, MÜSSEN Sie ERNEUT TRAINIEREN, nachdem Sie einen Upload oder "Reset" ausgeführt haben.

5) Wenn Sie eine neue Einstellung für die Punkte "Az Prozent" oder "Alt Prozent" wählen (Teil 2), müssen Sie den Antrieb NICHT neu trainieren..

6) Sollten Sie einmal vom parallaktischen Betrieb dauerhaft in den Alt-Azimut-Betrieb wechseln (oder umgekehrt), JA, dann sollten Sie einen RESET ausführen und den Antrieb erneut trainieren; denken Sie auf jeden Fall auch daran, die neue Montierungsart einzustellen!

7) Wenn Sie andererseits im parallaktischen Betrieb beobachten und nur mal einen "Quickie" in der Alt-AZ-Aufstellung vorhaben, SOLLTEN SIE DIE MOTOREN NICHT erneut trainieren; um eine funktionierende Nachführung in diesem Modus zu gewährleisten, müssen Sie dann aber trotzdem die Montierung auf "ALt-Az" einstellen.

GRUNDPOSITION UND AUSRICHTUNG AM HIMMEL -

Dieser letzte Abschnitt zeigt einige der häufigsten Ursachen von Fehlern und falschen Positionierungen auf, die zu ungenauer Nachführung, schlechter Ausrichtung und schlechtem GO TO führen. Das Teleskop in seine "Grundposition" zu bringen und im Anschluss daran eine exakte Ausrichtung durchzuführen sind die beiden wichtigsten Schritte, um ein ETX oder LX 90 genau und für Sie erfreulich betreiben zu können. Merkwürdiger Weise sind diese beiden Prozeduren auch diejenigen, die am anfälligsten für "Anwenderfehler" sind als alles bislang vorgestellte!

Lassen Sie es uns also von Anfang an RICHTIG machen! Sie haben so viel Zeit damit verbracht, mechanische Probleme aufzuspüren und zu beheben, die einem genauen Funktionieren im Wege stehen und Sie haben den AutoStar korrekt installiert, neu initialisiert und trainiert und seine Funktionen sozusagen auf Hochglanz poliert, lassen Sie uns das Teleskop also auch richtig aufstellen, damit Sie all das auch sinnvoll nutzen können!

Wir beginnen mit der "Grundposition", die wohl die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg ist; man MUSS RICHTIG ANGFANGEN, um das RICHTIGE HERAUS ZU BEKOMMEN, wie es heißt. Es ist von größter Wichtigkeit, dass Sie JEDESMAL in dieser Position beginnen, wenn Sie Ihr TEleskop zum Beobachten nach draußen tragen; versäumen Sie das, wird die Folge davon eine grausige Nachführung und eventuell sogar eine Beschädigung des Antriebs sein. Grundsätzlich ist es viel einfacher, im Alt-Az-Betrieb in die Grundposition zu kommen als im parallaktischen Betrieb, weshalb die Mehrzahl der ETX- oder LX 90-Besitzer diese Konfiguration bevorzugen; wenn man korrekt verfährt, funktioniert das Teleskop in beiden Aufstellungen gleichermaßen gut, jedoch ist der PARALLAKTISCHE Betrieb für die Fotografie und die Langzeitbeobachtung mit hoher Vergrößerung vorzuziehen.

GRUNDPOSITION FÜR DIE ALT-AZ-AUSRICHTUNG -

Abb. 3-C demonstriert die korrekte Orientierung des ETX oder LX 90 in der Grundposition.

ETX tuneup

Folgen Sie diesen einfachen Schritten, um in die korrekte Grundposition für den Alt-Az-Betrieb zu gelangen:

1) Bringen Sie das Stativ oder die Oberfläche, auf der das Teleskop steht, so gut wie möglich in die Waage und stellen Sie das Teleskop darauf;

2) Richten Sie das Teleskop und dessen Montierung (Stativ oder Tisch) so aus, dass die Anschlussplatte (in die der AutoStar eingestöpselt wird) nach WESTEN zeigt.

3) Mit Hilfe einer Wasserwaage bringen Sie zuerst die Drehscheibe (den Teil der Gabelmontierung, in dem die Azimut-Klemmung sitzt) in allen Richtungen möglichst gut in die Waage; es kann leichte Abweichungen geben, aber tun Sie Ihr Bestes.

4) Jetzt lösen Sie die Azimut-Klemmung und drehen Sie das Teleskop im GEGENUHRZEIGERSINN bis zum Anschlag, danach IM UHRZEIGERSINN so weit, dass der Gabelarm mit dem bezifferten Deklinations-Teilkreis ÜBER der Anschlussplatte zu stehen kommt und der Tubus nach NORDEN zeigt; machen Sie das am Besten in der Dämmerung oder Nachts, damit Sie den Polarstern (sofern nicht verdeckt) sehen können!

5) Wenn der Polarstern sichtbar ist, lösen Sie die HÖHENACHSE und drehen Sie das Teleskop in beiden Achsen so, dass der Stern zentriert ist; dadurch sind Sie in der Lage, die geografische Nordrichtung ziemlich exakt zu treffen; wenn Polaris zentriert ist, klemmen Sie die Azimut-Achse FEST und fahren Sie den Tubus wieder möglichst genau in die Waagerechte herunter - Ihr Teleskop zeigt jetzt nach Norden und ist fast in der exakten Grundposition.

6) Verändern Sie die Azimuteinstellung an dieser Stelle NICHT; achten Sie auf eine sichere Klemmung dieser Achse; mit Hilfe einer Wasserwaage bringen Sie den Tubus nun sorgfältig in die Waage, wie in Abb. 3-C gezeigt, und fixieren Sie die Höhenklemmung, wenn dies exakt geschehen ist...Verlassen Sie sich HIER NICHT auf den Deklinations-Teilkreis!

7) Nachdem nun alles richtig orientiert ist, überprüfen Sie den Teilkreis; wenn er richtig eingestellt ist, zeigt er jetzt "0" Grad an; wenn nicht, drehen Sie ihn sanft (Sie müssen dazu eventuell den aufsitzenden Drehknopf leicht lösen) bis die Einstellung stimmt.

SIE HABEN JETZT DIE GRUNDPOSITION FÜR DEN ALT-AZ-BETRIEB ERREICHT und können Ihr Teleskop am Himmel ausrichten!

GRUNDPOSITION IM PARALLAKTISCHEN BETRIEB -

Um eine besonders genaue Nachführung bei hoher Vergrößerung und vielleicht auch ein besseres mechanisches Ansprechverhalten zu erreichen, wählen viele ETX- oder LX90-Besitzer den parallaktischen Betrieb. Obwohl dieser präziser arbeitet, ist das Einstellen der richtigen Grundposition hier schwieriger. Im Vergleich dauert es mindestens drei- oder viermal so lange, die Grundposition für den parallaktischen Betrieb einzustellen als die für den Alt-Az-Betrieb.

ETX tuneup

Achten Sie darauf, dass in Abb. 3-D eine Reihe zusätzlicher Schritte nötig sind, um die ideale parallaktische Grundposition zu erreichen; für diejenigen mit eingehender Erfahrung kann man kurz sagen, dass die Grundposition für ein ETX oder LX 90 nicht anderes ist als die "parallaktische Ausrichtung", die wir alle seit Jahren kennen; bei diesen neuen Teleskoptypen mit eingebauten Sicherheits-Anschlägen muss man dabei aber der KONSTRUKTIONSWEISE Rechnung tragen. FOLGEN Sie diesen Schritten genau, um schnell und genau in die parallaktische Grundposition zu gelangen:

1) Bringen Sie das Stativ oder die Unterlage mit einer guten Wasserwaage in die Waage und stellen Sie dann das Teleskop darauf;

2) Wenn Sie ein Stativ mit Schwenkkopf verwenden, kippen Sie die Halteplatte (auf der das Teleskop befestigt wird) und damit die Gabelarme des Teleskops so nach NORDEN HIN, dass Sie damit in etwa die Höhe über dem nördlichen Horizont anvisieren, die Ihrer geografischen Breite (in Grad) entspricht (für südliche Breiten entsprechend "Norden" durch "Süden ersetzen). Wenn Sie sich in der nördlichen Hemisphäre befinden, entspricht das grob der Höhe des Polarsterns, viele Stative und Polhöhenwiegen verfügen außerdem über eine Gradskala für die ungefähre Breiteneinstellung bevor Sie zur Feineinstellung übergehen; ist eine solche Skala vorhanden, stellen Sie damit das gesamte Stativ mit dem Teleskop so ein, dass der Tubus der Richtung der Gabelarme folgt und eine schräg nach oben und nach Norden zeigende Position einnimmt;

3) Lösen Sie jetzt SOWOHL DIE RA- ALS AUCH DIE DEC-Klemmung und drehen Sie das Teleskop so, dass Sie die merkwürdige Position in Abb. 3-D1 einnimmt, in der das Okular und der Sucher NACH UNTEN zeigen! Die Linse des Teleskops zeigt jetzt in Richtung auf den Polarstern; oder nach Norden; ES IST WICHTIG, GENAU SO ANZUFANGEN!

4) Jetzt fixieren Sie die DEKLINATIONSKLEMMUNG, lassen Sie die RA-Klemmung aber locker; drehen Sie das Teleskop jetzt VORSICHTIG im GEGENUHRZEIGERSINN, bis der eingebaute Anschlag erreicht ist, der dafür sorgt, dass sich die Verkabelung im Inneren des Teleskops nicht verdreht. Drehen Sie einfach so lange, bis Sie hier ankommen...manchmal hat man den Eindruck, dass es ewig dauert, aber es GEHT! Wenn Sie sich NICHT AND DIESE VORGEHENSWEISE HALTEN, können Sie die Antriebe Ihres Teleskops beschädigen!

5) Wenn Sie den Anschlag erreicht haben, DREHEN SIE die RA-Achse IN DIE ANDERE RICHTUNG (im Uhrzeigersinn), bis das Okular und der Sucher nach oben zeigen, wie in Abb. 3-D2 gezeigt ( Sie müssen dazu um etwas weniger als 180 drehen); wenn das Okular und der Sucher so orientiert sind, sind beide Gabelarme parallel zum Boden ausgerichtet (Abb. 3-E) und sollten genau die Position aufweisen, die gezeigt ist. Fixieren Sie jetzt auch die RA-Achse.

ETX tuneup

6) Wenn der Teilkreis des Teleskops richtig eingestellt ist, sollte er "90" anzeigen, wenn der Tubus exakt in einer Linie mit den Gabelarmen steht; gehen Sie ein Stück zurück, dann können Sie ziemlich genau beurteilen, ob der Tubus leicht von der Richtung der Gabelarme abweicht. Wenn die Ausrichtung einmal stimmt, klemmen Sie die DEKLINATIONSACHSE sicher fest.

PUNKTE 1 - 6 KÖNNEN ALLE VOR EINBRUCH DER DUNKELHEIT DURCHGEFÜHRT WERDEN... DIE FOLGENDEN MÜSSEN NACHTS DURCHGEFÜHRT WERDEN, UM SICHERZUSTELLEN, DASS DER POLARSTERN MIT UNBEWAFFNETEM AUGE SICHTBAR IST.

7) Ohne EINE DER ACHSEN zu lösen, bewegen Sie jetzt das Teleskop und das Stativ (benutzen Sie die Feineinstellungen, wenn der nötige Winkel klein ist und die Montierung/das Stativ darüber verfügt) bis Sie Polaris in den Sucher bringen können. LÖSEN SIE KEINE KLEMMUNG!

8) Bringen Sie jetzt den Polarstern ausschließlich mit den Feinbewegungen des Stativs (LÖSEN SIE AUCH JETZT KEINE DER KLEMMUNGEN!) in das  Blickfeld eines beliebigen Okulars, das ein GESICHTSFELD (FOV, Field Of View) VON CA. EINEM (1) GRAD HAT...für die exakte Ausrichtung am Himmel ist das sehr wichtig!

9) Jetzt, da Sie Polaris in einem (fast) ein Grad großen FOV haben, können Sie das Teleskop so VERSCHIEBEN, dass es exakt nach Norden zeigt...Polaris steht NICHT exakt im Norden, sondern etwa ein Grad vom Himmelsnordpol entfernt; das eine Grad kann aber genau den Unterschied zwischen einem akkurat arbeitenden GO TO und einer guten Langzeit-Nachführung und dem Gegenteil davon ausmachen! MERKEN SIE SICH DAZU DIESE REGEL: der Himmelsnordpol ist etwa ein Grad vom Polarstern entfernt, und zwar auf einer Linie, die ziemlich genau durch den zweithellsten Stern im Kleinen Wagen verläuft, Kochab. Kochab ist der hinterste Stern der gebogenen Linie, die durch die Deichsel des kleinen Wagens und die Oberseite seines "Kastens" gebildet wird, Polaris der vorderste. Da Kochab zirkumpolar ist, ist er normalerweise immer zu sehen, wenn er auch in nördlichen Breiten im Winter sehr tief stehen kann.

10) Ausschließlich mit Hilfe von Einstellungen am Stativ oder der Polwiege HEBEN Sie nun das Teleskop so an, dass sich Polaris ganz am äußeren RAND des FOV befindet; das Ziel besteht nun darin, die gesamte Konstruktion so zu bewegen, dass das Teleskop exakt ein Grad weg von Polaris zeigt, und das exakt auf den Stern Kochab hin. Um das zu erreichen, bewegen Sie die Feineinstellungen des Stativs oder der Polhöhenwiege, bis Polaris ganz an dem Rand des Okulars zu sehen ist, der der Richtung zu Kochab GEGENÜBERLIEGT. Jetzt zeigt das Teleskop relativ genau auf den Himmelsnordpol.

CHECKLISTE FÜR DIE INITIALISIERUNG -

Wenn Sie die Grundposition in einem der beiden Betriebsmodi erreicht haben, ist es Zeit, den AutoStar einzuschalten und zu initialisieren. Sie mögen denken, dass Sie sich nun auf sicherem Terrain bewegen, da Ihr mechanisch perfektes und mit einem in korrekter Reihenfolge eingerichteten AutoStar versehene ETX oder LX 90 in die exakte Grundposition versetzt worden ist. Doch das stimmt nicht...noch nicht.

Sie müssen immer noch den AutoStar routinemäßig für die Nacht initialisieren, bevor Sie dann das Teleskop möglichst genau am Himmel ausrichten. Auch hier gibt es einige Stolperfallen, wie überall zuvor, und auch einiges, da AUF KEINEN FALL übersehen werden darf.

1) Schalten Sie das Gerät an und es erscheint das Datum des Copyrights und die Firmware-Version des AutoStar;

2) Es erscheint die Sonnenwarnung; drücken Sie "5" auf der Tastatur, um sie zu überspringen;

3) Die Einleitung erscheint und läuft durch die Anzeige; drücken Sie "Enter", um fortzufahren;

4) Geben Sie das aktuelle Datum ein (das Datum der letzten Initialisierung und Beobachtung ist gespeichert und wird zunächst angezeigt);

5) Geben Sie die aktuelle Uhrzeit ein; geben Sie dazu im Display die nächstfolgende Minute ein, lesen Sie die tatsächliche Zeit auf einer genau gehenden Uhr ab und drücken Sie "Enter", wenn die Zeit im Display stimmt. Die genaue Zeit ist von GROßER WICHTIGKEIT; Sie können Sie zum Beispiel auf 0,7 Sekunden von dieser Webseite beziehen: www.boulder.nist.gov/timefreq/ . Damit die Computerfunktionen genau arbeiten, ist eine Genauigkeit von mindestens zwei Minuten erforderlich.

6) <entfällt, da im deutschsprachigen Raum die 24 h-Zeit verwendet wird und nicht die AM/PM-Zeit des angelsächsischen Raums>

7) Der AutoStar befragt Sie danach, ob derzeit Sommer- oder Winterzeit verwendet wird; durch Scrollen und "Enter" lässt sich die richtige Antwort auswählen;

8) Jetzt erscheint im Display "SETUP: Ausrichtung"; Sie sind jetzt bereit, Ihr Teleskop per Computer auszurichten.

Bisher hat alles nach Drehbuch geklappt...aber warten Sie erst noch...immer langsam. Sie müssen zuerst noch einige Dinge überprüfen. Zu den peinlichsten und gleichzeitig schwierigsten Problemen gehören diejenigen, denen am einfachsten vorzubeugen ist. Überprüfen wir doch einmal, ob sämtliche Einstellungen am Autostar richtig sind!!

1) Gehen Sie zu "Setup/Teleskop" und sehen Sie nach,

a) Ist Ihr Teleskop unter "Modell" richtig ausgewählt
(wird beim Scrollen durch ein ">" angezeigt)?

b) Was steht unter Montierung bezüglich der Konfiguration?
Ist die richtige Montierungsart eingestellt? Scrollen Sie zur richtigen Einstellung und drücken Sie "Enter".

c) Jetzt scrollen Sie zu "Nachführung" und versichern sich, dass diese wirklich auf STERNGESCHWINDIGKEIT steht.

2) Drücken Sie "Mode" und scrollen Sie zurück zu "SETUP/ORT"

a) UNTER "ORT/WÄHLEN" drücken Sie Enter und sehen Sie, welcher Ihrer Beobachtungsorte ausgewählt ist! Sie wären überrascht, wie einfach es ist, aus Versehen den FALSCHEN Ort zu wählen, oder zu vergessen, diese Option umzustellen, wenn man vorher anderswo beobachtet hat...bezüglich der Genauigkeit kann dies einen erheblichen Unterschied machen!

3) Wenn Sie die Zeit haben, sehen Sie sich auch noch einmal die Einstellungen bei "Alt-Prozent" und "Az-Prozent" (Teil 2) an; ich habe, wie bereits gesagt, mit 15% in der Az- und 01% in der Alt-Achse gute Erfahrungen gemacht.

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EINE KURZE BEMERKUNG ZUR COMPUTERAUSRICHTUNG -

Von allen Anweisungen im Handbuch macht Meade bei der Erklärung des richtigen Anfahrens, der Zentrierung und der Auswahl der Ausrichtungs-Sterne in beiden Betriebsmodi eine gute Figur, darüber sage ich daher hier nichts. Es gibt jedoch immer noch Spielraum für Verbesserungen, die einige Ihrer Probleme mildern können. Auch dies sind wieder einmal Dinge, die man leicht übersieht, wenn man es eilig hat.

1) Verwenden Sie IMMER die "Zwei Sterne"-Methode - Ich empfehle, ausschließlich die Zwei-Stern-Ausrichtung zu nutzen, egal ob Sie sie "Easy" oder "Benutzerdefiniert" bevorzugen; die Zwei-Stern-Ausrichtung ist genau so einfach wie die mit einem Stern, Sie braucht etwas mehr Zeit aber sie ist auf lange Sicht die erheblich genauere.

2) ÜBERPRÜFEN SIE DIE KLEMMUNGEN AUF FESTEN SITZ und darauf, dass sie beide Achsen beim Schwenken sicher festhalten; wenn diese lose sind, "glaubt" das Teleskop, dass es über den Himmel fährt, obwohl es rutscht und eventuell still steht.

3) Ausrichtungs-Sterne wechseln - Es kann sein, dass Sie zur Ausrichtung andere Sterne verwenden müssen, aber NUR wenn:

a) Ihr zweiter Stern (im Modus "Easy") von einem terrestrischen Objekt verdeckt wird;
b) der zweite Stern hoch im Norden nahe dem Himmelspol angesiedelt ist (oder im Süden, sofern Sie sich auf der Südhalbkugel befinden), was die Genauigkeit verringert;
c) der zweite Stern vom ersten weit entfernt liegt.

4) Andere Sterne auswählen - im Modus "Easy" lassen Sie das Teleskop zuerst zwar den Stern anfahren, zentrieren Sie ihn aber nicht und drücken Sie auch nicht "Enter", wenn Sie ihn nicht verwenden möchten; benutzen Sie NACH DEM PIEPTON einfach die SCROLL-Taste (unten rechts auf der Tastatur), um den nächsten empfohlenen Stern auszuwählen; das Teleskop bewegt sich nicht , bevor Sie nicht "Enter" gedrückt haben; gefällt Ihnen dieser Stern auch nicht, scrollen Sie weiter, bis ein brauchbarer Stern auftaucht, der vom ersten weit entfernt ist und drücken Sie "Enter". Folgen Sie im Weiteren den angezeigten Anweisungen.

5) Ausrichtungs-Genauigkeit und Verwendung anderer Sterne - (laden Sie sich unbedingt meine Liste von Sternnamen und -Positionen für den AutoStar herunter und drucken Sie sie aus [www.weasner.com/etx/buyer-newuser-tips/starcharts.html ], wenn Sie im "Hochpräzisions"-Modus arbeiten bzw. wenn Sie alternative Sterne für die Ausrichtung benutzen wollen. Die vielen Namen aus der AutoStar-Datenbank nicht alle zu kennen, ist kein Kunststück; holen Sie sich diese Liste und drucken Sie sie aus (kostenlos), denn ich habe festgestellt, dass die Genauigkeit des GO TO um so mehr LEIDET, je mehr verschiedene Sterne der AutoStar für Sie auswählt. Ich kann mir das nicht erklären, aber es hat sich als Tatsache erwiesen und hat vielleicht etwas mit der Verzögerung bis zum tatsächlichen Anfahren der Nachführung zu tun, da diese ERST einsetzt, NACHDEM die Anzeige "Ausrichtung o.k." im Display erscheint!

6) Offensichtliche Ausrichtungsprobleme - Wenn Sie gerade begonnen haben und dann feststellen, dass das Teleskop zum ersten Stern geschwenkt ist, diesen aber WEIT verfehlt hat (bedienen Sie sich der Liste aus Punkt 5, um sich mit den Zielsternen vertraut zu machen, denn auch "alte Hasen" unter den Beobachtern machen zuweilen Fehler bei der Zuordnung!), müssen Sie noch einmal von vorne anfangen. Schalten Sie das Teleskop ab, initialisieren Sie es nur (wie auf im Vorigen beschrieben), versetzen Sie das Teleskop in die Grundposition und richten Sie es erneut an den Sternen aus. Manchmal kann auch ein winziger Fehler (wieder ein "Anwenderfehler") riesige Ungenauigkeiten des GO TO verursachen. Wenn das passiert, ist es ebenfalls das Beste, ganz von vorne anzufangen.

7) Bei den neuen Versionen und Downloadern für den AutoStar gibt es die Neigung, während der Ausrichtung (und vor allem nach Zentrierung des ZWEITEN STERNS) ganz kurz in RA anzurucken, nachdem das Teleskop seinen Piepton von sich gegeben hat; dies gilt insbesondere für den parallaktischen Betrieb. Das ist KEIN Problem; Sie sollten den jeweiligen Stern NICHT erneut zentrieren, sondern einfach mit Ihrem ersten GO TO-Objekt weitermachen. Dieser Schwenk scheint eine Korrektur zu sein (obwohl ich keine Bestätigung für diese Vermutung habe), die der AutoStar automatisch macht, um die Zeit auszugleichen, die Sie für die Ausrichtung verbraucht haben und die die Nachführmotoren daher bis zur Beendigung der letzten Ausrichtung untätig warten mussten!

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Sie haben jetzt sämtliche Checklisten abgearbeitet...das war eine hartes Stück Arbeit, stimmt's? Nun ja, das war es aber wohl auch, bis Sie den Computer, an dem Sie jetzt sitzen, richtig beherrschten. Mit ihm zu arbeiten war völlig fremd und unvertraut, aber schauen Sie sich doch jetzt einmal an. Sie arbeiten ganz automatisch; Sie melden sich an, ohne dabei wirklich bewusst nachzudenken, Sie bearbeiten Dateien, erstellen Grafiken und surfen im Internet, ohne sich dabei anzustrengen. Das war nicht immer so, und ebenso wird es Ihnen auch mit dem jetzt noch fremden ETX oder LX 90 und dessen AutoStar gehen.

Wenn alle diese Prozeduren erst einmal fest in Ihnen verankert sind, werden Sie ein "getuntes" Teleskop haben, das sich im Schwenken, Nachführen und Aufsuchen von Objekten mit den besten seiner Art messen kann. Es ist viel Arbeit, an diesen Punkt zu kommen, aber die neue Unbeschwertheit, die Freude daran, Tausende von Objekten zum ERSTEN MAL einfach anfahren zu können, das Gefühl, das Teleskop wirklich "zu benutzen" anstatt "damit zu arbeiten" (dafür haben wir schließlich unsere Jobs, nicht wahr?) lassen diesen einmaligen Aufwand als verschwindend erscheinen.

Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Umsetzung dieser Tipps, damit auch Sie das "PERFEKT GETUNTE ETX" Ihr eigen nennen können.

P. Clay Sherrod
Arkansas Sky Observatory
Conway / Petit Jean Mountain
Arkansas

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